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that´s when I reach for my revolver - Volume Eight

 

"Ich zeig dich an."

 

der Dude - Ritter der Schwafelrunde

4 Kommentare 14.1.07 15:23, kommentieren

Jahresendzeitfragmente

Die Wochen meiner hiesigen Abwesenheit lassen sich recht leicht zusammenfassen: „I´ve been lonely too long“ (The Young Rascals – was für ein schöner Song das ist) und „turn off your mind and float downstream“, was mich zu der schwer zu beantworten Frage führt, ob ich die „Revolver“ besser finde oder doch eher das Spätwerk der Beatles („White Album“, „Abbey Road“ ). Ich mag das spielfreudige Herantasten an die Neuerfindung der Popmusik im späten Frühwerk ebenso wie die sichere Genialität zum Ende hin. Die Mahavishnu-Metapher trifft es gut: „inner mounting flame“ vs. „birds of fire“; weiterhelfen tut´s auch nicht. Ist halt beides auf seine Art grandios, also eigentlich bescheuert es gegeneinander abzuwägen.


Beim Reinfeiern ins neue Jahr hat der Henzenmann mir mit einem Weezer-Cover zur Erkenntnis meines resignativen Lebensmottos verholfen: „In the garage / I feel safe / no one cares about my ways / in the garage / where I belong“. Zum Glück hat er mich direkt danach mit einer Uptempo-Version meiner Lieblingsballade von ihm wieder aufzuheitern gewußt. Recht herzlichen Dank für den schönen Abend.


Ich muß mich wohl doch mal kundig machen in puncto Internetrecht. Meine Wissenslücken wurden mir ziemlich deutlich von einer jungen Dame nahegebracht, die mir mit Anzeige gedroht hat, weil ich ein Photo von ihr samt Links zu ihrer Myspace-Seite und ihrem öffentlichen Partnersuchprofil gebloggt habe. Anscheinend war sie sehr erzürnt darüber, daß ich auf ihr gutes Aussehen und ihren respektablen Musikgeschmack hingewiesen habe. Ich bitte daher alle, denen ich im Verlauf der Verjährungsfrist eines solchen Vergehens öffentlich ein Kompliment gemacht habe, mir zu vergeben. Es soll nicht wieder vorkommen.


Obwohl ich mich aufgrund meines biblischen Alters immer mehr vom Utopisten zum Pragmatiker entwickle und demzufolge Taten dem Reden über Taten vorziehe, muß ich da im Falle von Joe Pesci eine Ausnahme machen. Ich liebe seine absolut übergangslosen Gewaltausbrüche. Am eindrucksvollsten finde ich ihn aber in einer Szene aus „Casino“. Da redet er in der Figur des Nicky Santoro besänftigend und lächelnd-selbstironisch über diese seine Art; nicht weniger beängstigend und präsent, als wenn er seinen Gesprächspartner direkt zusammengeschlagen hätte. Er hat von einem Bankier Geld anlegen lassen, das jetzt futsch ist. Davor hatte ihn der Typ auch gewarnt. Er sagt, er will sein Geld zurück. Der Banker lacht. Daraufhin kommt es zu folgendem Monolog: „I think – in all fairness – I should explain to you exactly what it is that I do. For instance, tomorrow morning I like to get up nice and early and take a walk down over to the bank. I walk in and see you and if you don't have my money for me, I'll crack your fuckin' head wide open in front of everybody at the bank. And just about the time that I'm coming out of jail – hopefully – you'll be coming out of your coma. And then, guess what? I'll split your fuckin' head open again. ´Cause I'm fuckin' stupid. I don't give a fuck about jail. That's my business. That's what I do.“ Ähnlich eindrucksvoll und komisch fand ich im übrigen eine Szene aus der letzten Sopranos-Staffel. Johnny Sac (Boss von New York) sitzt in U-Haft und die Anhörung zu seinem Verfahren steht bevor. Sein jüdischer Anwalt Ron rät ihm, um das Strafmaß in Grenzen zu halten, Insider-Informationen preiszugeben. Ron: „It's my obligation to raise the idea, again, of cooperating.“ Johnny: „Flip!? Let me explain something to you again, Ron, but differently. Being a rat where I'm coming from, that's like asking a person where you're coming from to become a fucking Nazi!! I don't want to hear that shit again.“


Ich habe einen neuen Kater. Er hätte Schauspieler werden sollen. Ich wollte einen, dessen Liebe ich mir erst verdienen muß; nicht so ein Schlampenteil, das sich jedem schnurrend vor die Füße wirft. Im Tierheim war er total scheu. Mit der Minute seines Einzugs aber hörte er nicht mehr auf zu schmusen, lässt sich von jedem auf den Arm nehmen usw. Wenigstens macht er ne Menge Sachen kaputt, sonst hätte ich ihn zurückgebracht.



Ich habe ein neues Zelt.



Ich habe eine neue Benzinlaterne.


 

Ich habe aus einem alten Kutschenradring einen gefliesten Gartenschachtisch gebaut.


 
Ich habe zum ersten Mal geangelt, einen Fisch gefangen (Hecht), entschuppt, ausgenommen, zubereitet und verspeist. Jetzt kann ich mein eigenes Essen jagen. Muß halt nur immer einer dabeisein, der die Teile für mich tötet.


Nach meiner Promotion steht ein Lehrauftrag in Aussicht. Mit richtig Seminare geben und Studenten und allem drum und dran. Endlich mal Uni machen wie ich will. Motiviert in Sachen endlich mal fertig werden.


Falls Euch mal langweilig ist: Macht kaputt, was Euch kaputtmacht!

 

der Dude – Ritter der Schwafelrunde

3 Kommentare 14.1.07 15:33, kommentieren

that´s when I reach for my revolver - Volume Nine

 
"Moment, ich hab´s passend."
 
der Dude - Ritter der Schwafelrunde

1 Kommentar 17.1.07 10:37, kommentieren

Danke Scarlett

Eine tolle Geburtstagsüberraschung hatte heute Scarlett Johansson für mich parat. Sie spielt mir zuliebe die Titelrolle in der Verfilmung der Autobiographie von Jenna Jameson. Hätte nichts dagegen wenn das Schule macht.
der Dude - Ritter der Schwafelrunde

17.1.07 10:50, kommentieren

Schmetterlingseffekte

Habe gestern einen zweiten gefliesten Schachtisch angefertigt. Der eine war ja für den Garten in Berlin bestimmt, der von gestern ist für an den See. Die Liebe zu dem Spiel habe ich erst vor kurzem wiederentdeckt: bei dem Kampf Karpov gegen DeepFritz. Die Partien habe ich bis auf eine komplett live online verfolgt. Als Kind (ich war glaub ich sieben) hatte mir mein Vater gezeigt, wie die einzelnen Figuren sich bewegen. Ich war sofort angefixt. Meine Eltern haben mich dann zum Training des hiesigen Schachclubs gebracht, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Die ersten beiden Male haben sie mich hingefahren, beim dritten Mal bin ich dann allein mit dem Fahrrad hin. Dieses habe ich direkt vor dem Eingangsbereich des Gymnasiums abgestellt, wo der Schachclub trainiert hat. Beim rausgehen war´s dann weg. Ich war total aufgelöst, weil´s neu und mein ganzer Stolz war (gelb, von Kawai und mein erstes mit Stange). Die Schachleute haben sich gekümmert und gesucht, bis einer auf die Idee kam, daß möglicherweise der Hausmeister es konfisziert haben könnte, weil es falsch, nämlich nicht im weit entfernten Ständer geparkt war. Die haben den Typen geholt und mich dann mit ihm alleingelassen. Ich träume manchmal heute noch von diesem Ungeheuer. Typ: fahriger Choleriker; groß, laut, hochrotes Gesicht und Hornansätze auf der Stirn. Der hat mir dann dermaßen die Hölle heiß gemacht, daß ich fortan einen riesen Bogen um die Schule gemacht habe. Wenn´s mal nicht anders ging und ich dahermußte, kam sofort der Stich in der Magengegend; wie im Kirmesschaukelschiff oder bei Rückgabe von Physiktests. Diese Schule wurde natürlich mein Gymnasium und von Anfang an habe ich mich da nicht wohlgefühlt, den Ort gehaßt und das blieb auch so bis zum Schluß. Die Angst ging nie so richtig weg, und bei jedem Fitzel Arbeit, den ich für dieses Haus zu erledigen hatte, kam mir die Galle hoch. Emotionstheoretisch vollkommen logisch: Erstbeschäftigungen mit einem Gegenstand werden mitsamt des Gefühls im Gedächtnis gespeichert, das man hatte, als man sich damit erstmals beschäftigt hat. Kein Wunder also, dass dieses Sichmiesfühlen immer aufkam, wenn ich die besagten geheiligten Hallen betreten mußte. Ich will´s nicht allein darauf schieben; aber möglicherweise liegt hier auch eine Ursache dafür, daß meine weiterführende Schulzeit mir im Rückblick als ein einziges Martyrium erscheint. Dieselbe Aversion gilt für´s Schachspielen. Gerade heute hasse ich dieses Hausmeisterarschloch noch viel mehr, weil ich einfach einsehen muß, daß ich nie so gut werde Schachspielen lernen können, als wenn ich damals dabeigeblieben wäre. Das ist bitter. Meine letzte Hoffnung ist, daß ich es wenigstens so gut lerne, um durch die gesteigerte Planungsfähigkeit einen sicheren Racheplan auszuhecken. So wie der Typ in "From Russia with Love".
Motto des Tages:
The old bastard left his ties and his suit
A brown box, mothballs and bowling shoes
and his opinion so you'd never have to choose
Pretty soon, you'll be an old bastard too
(Ben Folds)
der Dude - Ritter der Schwafelrunde

1 Kommentar 17.1.07 11:21, kommentieren

Blogstatistik

Beim Blick auf die Blogstatistik bin ich auf ein wirklich bemerkenswertes Phänomen gestoßen. Während meiner mehr als dreiwöchigen Abwesenheit sind die Besucherzahlen von Tag zu Tag gestiegen; und zwar auf ein Maß, von dem selbst meine erfolgreichsten Artikel nur träumen konnten. Mit dem Moment meiner Rückkehr aber stellte sich implosionsartig wieder das zweistellige Niveau ein. Ich geb nix drum; aber skurril ist es schon.
 
der Dude - Ritter der Schwafelrunde

2 Kommentare 20.1.07 10:18, kommentieren

Samstag nackt - Sonntag Venedig

Den gestrigen Samstagabend habe ich in der Sauna verbracht. Die Wirkung ist mal wieder unglaublich: der Raucherhusten klingt heute ganz anders; irgendwie gesünder. Meine Schwester hatte mir einen Gutschein für die Saunalandschaft „Ishara“ geschenkt. Die befindet sich in der Stadt, welche es Gerüchten zufolge gar nicht geben soll. Ich bin extra spät hingefahren, damit das Ende meiner vierstündigen Aufenthaltserlaubnis mit dem Ende der Öffnungszeit (23 Uhr) zusammfällt. Plan: dann sind keine Kinder mehr da, weil die müssten ja eigentlich schon längst im Bett liegen, und auch keine Kicherteenies, weil die müssen Samstags ja auf Partys flirten und knutschen und schlussmachen und lästern und sich mit unlustigen Sprüchen ins Spiel bringen und so. Das war ein Irrtum. Die Kinder gingen noch. Die haben sich meist nur die Nasen an den verglasten Saunatüren plattgedrückt und dabei die halbseitig gelähmte Rocky-Adrian-Grimasse gezogen. Die Teenies haben das, was sie sonst so samstags machen, auch gemacht, nur halt eben in der Sauna. Schon bei meinem Fußbad zum Einstieg malträtierte ein debiler Teenboy meine etwa 19-jährige Sitznachbarin derart penetrant mit anzüglichen Möchtegernwitzen, daß ich ihm, wenn ich eine Frau gewesen wäre, angeboten hätte, ihm einen runterzuholen, nur damit die eigenen Entspannungsabsichten nicht weiter durchkreuzt werden. Beim 20 Uhr-Aufguß in der Blockhaussauna geriet ich in eine 20-köpfige Gruppe, Marke: Jugendhaus Blankenhagen macht nen Ausflug. Frauenfeindliches Phrasengedresche, Gegröhle, Gespanne; selbst die Aufgußtussi wurde nicht ausgespart; die Jungs natürlich alle in Badeboxershorts und ohne Handtuch drunter. Saunazeit halbiert und ins Dampfbad geflüchtet. Danach in den Ruhebereich, dick in Decken eingemummelt und im Halbschlaf Schacheröffnungen studiert; bis zwei Frauen Mitte 20 dort anfingen über ihre Partner herzuziehen. Ich dachte: „Warum machen die das nicht im Kino wie sonst auch immer?“ Beim nächsten Aufguß dieselbe Scheiße. Strategiewechsel: Immer in die Sauna gehen, wo grad kein Aufguß ist. Gute Idee: da war ich dann zweimal allein, einmal zusammen mit zwei anderen schweigenden Saunaprofis.


Im Anschluß zu Burger King. Der Heißhunger nach einem Saunagang ist wirklich unglaublich. Dort hatte ich das Glück von meinem Lieblingscutie bedient zu werden. Ich geh da höchstens einmal alle drei Monate und zu unterschiedlichen Zeiten hin, aber immer hat sie grad Schicht. Sie ist keine Megaschönheit, hat aber ein ansprechendes Wesen. Ich weiß nicht wieso, aber ich habe den Eindruck, daß sie mich sehr entgegenkommend behandelt. Gestern hat sie sich förmlich drum gerissen, mich zu bedienen. Eine andere Bedienung hatte mir schon lautstark signalisiert, dass sie sich gleich um mich kümmern werde. Frau Cutie hatte aber wohl andere Pläne, jedenfalls bearbeite sie ihre aktuelle Bestellung im Laufschritt und vom Gemüt her bestenfalls pragmatisch, um dann etwas außer Atem aber sympathisch lächelnd mir zu Diensten sein zu können. In der Urzeit hätten wir es einfach direkt auf dem Tresen getrieben. In der Jetztzeit hangelt man sich dann durch die Reihe komplizierter Sympathierituale. Sie fragt unterwürfigst, ob es auch das Menü sein dürfe, und ich, obwohl ich das gar nicht will, tue ihr den Gefallen; Mayo oder Ketchup lehne ich betont dankend aber ab, weil ich die Pommes ja sowieso nicht essen werden; ich gebe ihr 10,70 Euro, sie gibt 11 Euro ein, ich weise sie auf den Fehler hin, „oh, das ist aber nett“, sie macht den Burgermechanikern Beine und bringt mir die Tüte zu meinem Wartetisch anstatt mich wie üblich zur Theke zu zitieren, „danke schön“, „ich hab doch mal vorsichtshalber Mayonaise und Ketchup reingepackt“ *grien*; sowas eben. Nett.


Im Bett und mit vollgefressenem, verhärtetem Bauch dann ein wenig Boxen geschaut. Bis zu dem Punkt, wo der Trainer seinem Schützling in der Pause zwischen den Runden sagte: „Schlag ihm auf die Leber. Immer auf die Leber schlagen.“


Morgens dann dieses TagnachderSauna-Gefühl: völlig entspannt, leicht wie eine Feder, aber auch ohne rechten Antrieb; deshalb erstmal ein bißchen zappen und dann aufstehen. Ging zwei Minuten gut, danach hatten mich die Rechtschreibfehler im NTV-Durchlauftext so zur Weißglut gebracht, daß ich die Lust am Fernsehen verlor. Beim Kaffee unten dann in der ZEIT geblättert und merkwürdigerweise beim Teil „Reisen“ hängengeblieben; den lese ich nie. Der Leitartikel handelte von Venedig; eine Stadt in die mich nichts zieht. Die vielen Amis, die Tauben, die peinlichen Touriaktionen, das kommt einem bestimmt im Gegensatz zu der Architektur noch viel schlimmer vor. Deshalb ist der Journalist da auch im Winter hingefahren, wo es selbst im milden Venedig unangenehm nasskalt werden kann. „Die besondere Atmosphäre dieser Stadt steigt ganz unsentimental erst aus dem kalten Marmor auf. (...) Wer an einem Wintertag wie diesem den beinahe leeren Dogenpalast besucht, wird es sehen. (...) In der winterlichen Leere meint man den Takt jenes gewesenen Lebens noch zu spüren. (...) Man sieht es plötzlich überall in seiner Normalität. Auf dem Campo Santa Margherita werden die beiden Platanen beschnitten und dabei laut diskutierend alte, klapprige Leitern hin- und hergeschoben. Ein Fischhändler bietet auf seinem zweirädrigen Karren Krebse und Gamberetti aus der Lagune an, Pulpo und Spada. Es gibt eine Tabaccheria auf dem Platz, die auch Kinderspielzeug, Parfüm und die Lose der diversen Lotterien verkauft. Und es gibt Bänke, bequem geschwungene Holzbänke, auf denen die alten Frauen sitzen und ihren Enkeln zusehen. (...) Und es wundert einen nicht, dass alle, die eben noch in Gruppen beieinanderstanden und angeregt redeten, ihre kleinen weißen Hunde an schlappen Leinen geduldig neben sich, mit einem Mal verschwunden sind, als es Zeit ist für das Mittagessen.


Ob nackt oder in Venedig, alles geht nur noch zu unattraktiven Zeiten. Vielleicht mache ich, wenn die Schneekanonen eingesommert wurden, mal eine Radtour zum Kahlen Asten; ich stell mir auch ne Reise nach Connecticut ganz schön vor, wenn nicht grad Indian Summer ist; vielleicht gefällt es mir am Matterhorn bei Nebel besonders gut; oder überhaupt irgendwo, wo grad nichts los ist.


der Dude – Ritter der Schwafelrunde

2 Kommentare 21.1.07 13:48, kommentieren

Im neuen Jahr...

... entwickelt sich alles bisher ganz gut. Der Job an der Uni könnte besser nicht sein. Vielleicht mit der Ausnahme, daß meine Vorgänger mir ein paar Baustellen hinterlassen haben. Unter anderem 100 Euro Mahngebühren von nicht zurückgebrachten Büchern samt gesperrtem Benutzerausweis der Professorin. Sie war nicht amüsiert. Ansonsten: Ich kann da in meinem Büro rauchen und Musikhören und überhaupt von so einigen Privilegien profitieren; die da wären: in Sprechstunden reinplatzen; Prüfungsamtsdrachen außerhalb der Öffnungszeiten mit komplizierten Problemen behelligen; in der Bibliothek einfach direkt zum Chefzimmer gehen und dort die Sachen in Auftrag geben, für die man fiese Formulare auszufüllen hätte; und (OMG) ich bekomme demnächst einen Parkausweis. Auch der Aufgabenbereich liegt mir: Hausarbeiten lesen und bewerten; Veröffentlichungen korrigieren bevor sie zum Verlag gehen; Klausurfragen formulieren; bei Staatsexamina Protokoll führen; Homepage der Professorin aktualisieren.
Ich mußte in letzter Zeit oft an Gerhard Schröder denken. Von dem ist ja überliefert, daß er als junger Bursche an den Torgittern des Kanzleramts gerüttelt hat und schrie: "Ich will hier rein." An der Uni könnt ich´s wohl aushalten.
 
der Dude - Ritter der Schwafelrunde

1 Kommentar 24.1.07 13:10, kommentieren

Anders als glücklich

Anders als glücklich
ein Kind von Traurigkeit
Leere bewegt mich
zwischen Wunsch und Wirklichkeit
ich nehm's persönlich
und bring es zu Papier
das macht mich ehrlich
und vielleicht hilft es mir
ich will die Wahrheit sagen
darf ich ganz offen sein ?
ich will Prozac haben
ich hab Angst davor wie's weitergeht
und vorm Alleinesein
(Blumfeld)
Schade, haben sich aufgelöst. Gerade als der Hype endlich verflogen war.

der Dude - Ritter der Schwafelrunde

28 Kommentare 24.1.07 14:01, kommentieren

Inland Empire

Zum Glück hat der Herr Lynch neben seinem Yogi-Scheiß mal wieder eine filmische Meditation abgeliefert. Leider ist das erst im April auch in Deutschland zu begutachten. Die kolportierte Anfangssequenz lässt schonmal hoffen: Der erste Blick geht auf eine Nadel in einer Plattenrille, was vorstürmende Interpreten als Anspielung auf die Mulholland Drive-Erkenntnis „No Hay Banda“ (Es gibt keine Band! Alles nur Illusion.) deuten. Dann hört man eine Frau, die ein polnisches Lied singt: "Ein kleines Mädchen wollte spielen, doch sie ging verloren, als wäre sie nur halb geboren...". Dann kommt ein Paar ins Bild, Gesichter unkenntlich gemacht, sie reden über Sex. Die nächste Szene zeigt drei Menschen mit Hasenköpfen, die entweder erstarrt dasitzen oder bügeln.

Bei den Stills krieg ich schon Angst. Da geh ich nicht alleine rein!

 


 


 


 

der Dude - Ritter der Schwafelrunde

3 Kommentare 24.1.07 17:29, kommentieren